Seemann Challenger - Meinungen dazu

Dieses Thema im Forum "Tauchanzug" wurde erstellt von Wizard, 23. Dezember 2014.

  1. Wizard

    Wizard Mitglied

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    Hi,

    ich sehe mich ja seit einiger Zeit nach einem neuen 7mm HT um, da mein 5er etwas eng ist und das Tauchen in Seen halt soch recht einschränkt.

    Jetzt war ich beim Händler meines Vertrauens und habe ein bisschen anprobiert. Er meinte nimm nen Trocki und nen 5er alles andere ist fauler Kompromiss. Ist zwar geschäftstüchtig, aber prinzipiell hat er natürlich recht. Aber ist halt auch ne Geldfrage und ein 7er ist halt deutlich günstiger als ein Trocki.

    Nun hat er mir einen Seemann Challenger Neopren Trocki angeboten, ist sicher schon ein paar Jahre alt, aber praktisch unbenutzt. Keine Schäden am Neopren, keine an den Manschetten, nicht mals nennenswerte Spuren auf den Sohlen und Kniepads - würde mal sagen der ist neuwertig.
    In Verbindung mit nem Trockikurs hat er mir nen akzeptablen Preis gemacht, teurer als ein 7er ist es trotzdem.

    Bin jetzt echt am schwanken...

    Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Teil? Empfehlenswert?
     
  2. Ostseetaucher

    Ostseetaucher Mitglied

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    Den neuen Neo von Sub Gear, hat Dive King gerade für 579m €uro im Angebot. Ich hole ihn mir....
     
  3. Wizard

    Wizard Mitglied

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    Also nachdem ich war gestern das erste mal mit dem Challenger im See, in Verbindung mit dem Trocki-Kurs.
    Wenn man von den zum Ende hin gefühllosen Fingern absieht (5mm Nasstauchhandschuhe) war die Temperatur mit einem eher dünnen Unterzieher gut auszuhalten.

    Ich war mit einer 15L Stahl unterwegs weil ich für den ersten TG einen recht hohen Luftverbrauch befürchtet hatte. Mit zusätzlich 14kg Blei hatte ich eindeutig zuviel Gewicht an Bord. Der Anzug konnte nicht genug Auftrieb erzeugen, so dass ich noch mit dem Jacket tarieren musste.
    Ich habe dann mal zwei kg abgelegt und es war etwas besser.

    Zwei Probleme hatte ich noch:

    1. Beim drehen des Kopfes tritt Luft aus der Halsmanschette in die Kopfhaube, das blubbert dann unangenehm aus der Haube und versaut einen die Tarierung. Bin mir nicht sicher, ob die Manschette zu weit ist oder ob einfach nur zuviel Luft im Anzug war (siehe unten).

    2. Es kommt zu viel Luft in die Füße. Dadurch stellt sich ein unangenehmes indirektes Gefühl in den Schuhen ein - die Verbindung zur Flosse geht sozusagen verloren. Und mann muss ständig Körperspannung aufbauen um ein hochtreiben der Füsse zu verhindern - sehr anstrengend, mir tut heute alles weh :(

    Ich schätze mal das ich wahrscheinlich immer noch zu viel Blei an Bord hatte und dadurch zu viel Luft im Anzug.
    Das nächste Mal werde ich nur ne 10er Flasche nehmen und dann nochmal das Blei besser abstimmen.

    Habt ihr noch ein paar Ratschläge dazu?
     
  4. Aquana

    Aquana Mitglied

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    1. Hat der eine Latexmanschette?
    Generell heißt die traurige Antwort aber wahrscheinlich: Kopf nicht drehen, sondern den ganzen Körper. Trotzdem ist die Idee mit der Luft schlüssig, also mal vernünftig ausbleien und nochmal versuchen.

    2. Sitzen die Schuhe recht locker? Dann würde ich versuchen, die mit dicken Unterziehsocken zu füllen, um dem Ganzen mehr halt zu geben. Das ist aber auch eine Frage der Wasserlage: wenn die Knie der tiefste Punkt sind, sollte eigentlich keine Luft in die Füße kommen. Also hast du wahrscheinlich wirklich generell zu viel Luft im Anzug - ich mache immer nur sehr wenig Luft in den Anzug, aber das ist ja auch wieder eine Glaubensfrage.
    Wenn die Luft dann in den Füßen ist, ist es natürlich schwierig, so eine Wasserlage zu halten. Vlt. brauchst du also auch schwerere Flossen oder Fußblei.

    So - Fußbleidiskussion eröffnet. Verhaut mich *duckundwegrenn*.

    Edit: Die Flasche kann man natürlich auch noch tiefer montieren. Mit 15er bin ich zwar noch nicht getaucht, aber bei kurzen 12ern finde ich es immer anstrengend, meine Wasserlage zu halten - besser finde ich da 12er lang oder 10er. Erstmal sollte aber das Luftproblem gelöst werden.
     
  5. Wizard

    Wizard Mitglied

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    Der Anzug hat Latexmanschetten.
    Klar an meiner Wasserlage mit Trocki muss ich natürlich noch arbeiten.
    Ich versuchs erst mal ohne Fussblei. Weniger Blei, andere Lage und naja üben .... :)

    12er kurz mag ich auch nicht, 12er lang hatten sie nicht.
     
  6. dagobert

    dagobert Mitglied

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    Ich würde an deiner stelle erstmal damit anfangen nicht mit dem Anzug zu tarieren, ist eigentlich so ziehmlich die blödeste Idee die man haben kann. Weil in den Anzug geht 1. mehr luft rein und 2. die Zeit die die Luft von der untersten ecke des Anzuges bis zum auslassventil braucht ist sicher um einiges höher als beim Jacket, desweiteren je nach unterzieher ist dort ja auch luft eingeschlossen die dann erstmal wieder raus muss und zum Ventil sich bewegen. Ein weiteres problem ist das Material des trockis.
    Also nur soviel Luft in den Anzug das es nicht kneift tariert wird dann mit dem Jacket den Anzug kannste mal zur not nehmen wenn das Jacket aus gefallen ist Redunantes system.
    Ich pers tauche so ab das ich mich nach vorne falle lasse und die Luft aus dem jacket mache bin ich auf ca. 2m kopf nach vorne und nen bisschen Luft in den Anzug und das ganze runter bis zu den füssen, da durch hab ich dort auch einwenig auftrieb und eine geradere wasserlage. ISt aller dings auch etwas gewöhnung bedürftig wenn des in den schuhen nen bisschen mehr platz ist. Ach ja ich hab auch ne schwere Flosse (jetfin).
    Zur Flaschengrösse welche tauchst du denn HT ??? die würde ich dann auch nehmen und +2kg für den Troki gegenüber dem was du HT an Blei nutzt.
    Wie schauts mit deinem Auslassventil aus hast du das immer offenen wenn nein auf machen erleichter die sache ungemein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2015
  7. Wizard

    Wizard Mitglied

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    Ja das mit dem Anzug tarieren ist so ein Thema.
    Die TL bei uns schwören darauf nur mit dem Anzug zu tarieren, weil ein Tariersystem halt leichter zu handhaben ist als zwei.
    Viele andere meinen genau das Gegenteil. SSI selbst rät auch davon ab nur mit dem Anzug zu tarieren.

    Wenn ich die Erfahrung vom Samstag sehe, würde ich auch dazu tendieren nur die Minimalmenge an Luft in den Anzug zu lassen und den Auftrieb über das Jacket zu steuern. Könnte aber wie gesagt auch an zuviel Blei liegen.

    Dagobert: Das Auslassventil hatte ich relativ weit zu, weil ich sonst nicht genug Luft in den Anzu bekommen habe um eine neutrale Tarierung herzustellen. Damit wären wir wieder beim Problem Blei und Tariermittel Anzug.....
    Normalerweile tauche ich 12L lang, die Basis hatte aber nur 12l kurz und die finde ich vom Trimm bescheiden.

    Ich werde das nächste mal ne 10L nehmen, die reicht im See, weil ich anfangs mit den Trocki eh nicht tiefer als 20m gehe und nach 40min die Finger kalt werden. Dazu reduziere ich das Blei und werde einen Teil in einen Bleigürtel packen, dort sitzt es etwas tiefer als im Jacket. (am Sa hatte ich alles im Jacket, davon 2kg in den Schultertaschen, weil die Abwurftaschen voll waren. Vom Trim war das auch sicher nicht optimal).

    Wenns dann immer noch nicht passt, tarier ich mit dem Jacket und reduziere die Luft im Anzug auf Komfortniveau :)

    Aller Anfang ist eben schwer, auch wenn man meint nach 135 (Halbtrocken)-TG halbwegs tauchen zu können :D
     
  8. dagobert

    dagobert Mitglied

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    Nun ja ich pers. würde es mir erstmal einfach machen.
    1. Ich nehm die Aurüstung die ich immer nutze da durch brauch ich mir darüber keine gedanken machen weil die kenne ich ja. und ich kenne meine Bleimenge im HT nimmst du jetzt ne kleinere Flasche musst du auch dem entsprechend das Blei wieder verringern sollte man bedenken.

    2. Lass das Ventil offen so kann die Luft entweichen und du hast im Flachwasser weniger probleme selbige raus zu bekommen. ansonsten biste am drehen und drücken wie nen irrer ist meines erachtens auch nicht wirklich entspannten. Und wenn der Aufzug einmal los geht ist er meistens auch nicht mehr zustoppen gerade im bereich von 5-3m.

    3. Bleimenge das was du immer mit nimmst +2 für den Trocki und dann packst du 1-2 KG dahin wo du es auch raus nehmen kannst. Flasche leer tauchen (ca 50 bar) am einstieg auf 3-5m hinlegen und ne runde Taucher liegestütze bleibste liegen nimmt dein buddy 1kg und das ganze solange spielchen machst du so lange bis du über die lunge dich auf und ab bewegen kannst.

    Für deinen Trimm wäre das Blei am besten am rücken auf gehoben also hinter der Flasche denke mal das das wegen Jacket nicht geht also blei tasche nutzen und gegebenenfalls falls vorhanden die trimmtaschen.
    Was natürlich auch zu bedenken ist das man am Anfang des TG überbleit ist aber wenn die Luft in der Flasche weniger wird gleicht es sich ja wieder aus weil die hat ja auch gewicht welches weg fällt.

    Mal ganz ehrlich mich pers. interessiert es nicht was die verbände so an guten ideen haben, weil ich muss am ende mit der sache klar kommen und wenn ich mich nicht wohl fühle in nem auf gepumpten trocki und da rum hüpfe wie nen Michelin männchen dann schau ich mich um wie es andere machen probiere es aus und das für mich beste wird dann gemacht.
     
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  9. Aquana

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    Genau so ist es, man muss selbst damit klar kommen. Wüsste jetzt aber auch nicht, dass Verbände sowas vorgeben... PADI jedenfalls meines Wissens nicht. Nur unter den Tauchern scheiden sich halt die Geister...


    @Wizard :
    Mit den Tipps (auf die du ja größtenteils selbst gekommen bist) sollte es aber wirklich besser werden. Der Rest ist dann halt Übungssache. Melde dich mal, wenn du es ausprobiert hast :)
     
  10. dagobert

    dagobert Mitglied

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    Nun ja irgend etwas muss man einem doch bei einem kurs vermitteln oder ??? also wird dort in den statuten auch drin stehen was man nun tut und was nicht.
    denke einfach mal an den OWD dort wird z.b. gelehrt wie maske ausblasen, Nullzeittabellen und was weis ich. z.b. lehrt SSI nicht mehr nach tabelle nur noch mit TC.
     
  11. Wizard

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    Jetzt geht es erst mal nach El Quseir, da brauch ich den Trocki nicht und wenn ich zurück bin, werde ich mal austesten wie ich am besten zurecht komme. Ich gebe euch Bescheid... :)
     
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  12. Aquana

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    Was du jetzt ansprichst sind die Ausbildungsinhalte, die sind natürlich in den Standards festgelegt. Da steht aber nicht, über welches Tariermittel man tarieren soll, genauso wenig wie irgendwelche Ausrüstungskonfigurationen vorgegeben werden (nur eie Mindestanforderung, was man dabeinhaben muss) - zumindest bei PADI. Alles andere ist die persönliche Meinung des TLs, die er weiter gibt. Ist jetzt aber auch vollkommen OT.
     
  13. dagobert

    dagobert Mitglied

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    Ja und genau die meinte ich auch weil er schrieb ja oben
    Und genau was dort vermittelt wird weis ich leider nicht da ich nie einen trocki kurs gemacht hab :(.
     
  14. Wizard

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    So am Sa war ich mal wieder mit dem Trocki im See :)
    Statt der sackenschweren 15L hatte ich ne 10L Flasche dabei. Das Blei habe ich deshalb zunächst noch bei 12kg gelassen. Mehr als 1- max 2kg kann ich auch nicht mehr wegnehmen sonst muss ich bei 50 Bar den Sicherheitsstop mit leerem Anzug machen und das ist ja nciht der Sinn eines Trocki.
    Probeweise habe ich doch ausschließlich mit dem Trocki tariert und es ging schon deutlich besser.
    Allerdings hatte ich das Ventil noch etwa halb zu, sonst hätte der Auftrieb nicht gereicht und da meine ich reagiert der Anzug durch die relativ viele Luft doch recht empfindlich.
    Das nächste mal werde ich das Ventil ziemlich aufmachen und den Rest mit dem Jacket ausgleichen - dann sehe ich ja was mir besser liegt.
    Bin aber zunehmend Dagoberts Meinung....
     
  15. dagobert

    dagobert Mitglied

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    du kannst das ventil auch etwas schliessen kommt drauf an wie es reagiert bei meinem muss ich etwa 3 rasten (apeks auslassventil), schliessen sonst geht beim arm heben direkt die luft raus :(. hilft eigentlich nur mal nen bisschen probieren. der dürfte sich eigentlich auch gut mit relative wenig luft tauchen lassen wird sich aber sicher mit etwas übung noch etwas an der blei menge tun.
     

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