Tägliche Arbeiten eines Divemasters in einem Internship

Dieses Thema im Forum "News" wurde erstellt von Christoph, 8. Februar 2018.

  1. Christoph

    Christoph Administrator Mitarbeiter

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    Wie ihr bereits aus meinem letzten Bericht wisst, arbeite ich als Divemaster um meine Ausbildung zum Tauchlehrer zu finanzieren. Nun möchte ich euch den typischen Tagesablauf eines Divermasters in einem Internship näherbringen. Falls ihr unschlüssig seid, ob ihr für eure Ausbildung arbeiten oder bezahlen möchtet, helfen euch die Eindrücke hoffentlich weiter.

    Das Personal des Tauchshops trifft sich jeden Morgen um 07:30 Uhr im Shop. Zu diesem Zeitpunkt wird die Tauchbasis geöffnet und jeder bekommt den Tagesplan zu sehen. Auf diesem Plan sieht man welche Gäste, Fundives machen und wer Kurse bestreitet. Zudem ist ersichtlich wer vom Personal die entsprechenden Personen betreut. Danach beginnt die Arbeit. Wir putzen die Toilette, die Becken für den Equipmentwasch und den Boden. Wir bringen den Müll weg und wir bereiten alles für das Tauchen vor. Wir montieren das Equipment der Kunden und von uns vollständig. Die Taucher müssen es nur noch überprüfen und danach bringen wir es auf das Boot. Das Equipment für neue Kunden, montieren wir mit den Gästen gemeinsam. Das beladen des Boots, mit einer vollen Ersatzausrüstung, Sauerstoffflasche und den Tauchflaschen für den zweiten Tauchgang gehört ebenfalls zu unseren Aufgaben. Die Gäste erscheinen um 08:30 bei uns im Shop. Mit den neuen, müssen wir zuerst den Papierkram regeln und das Equipment anprobieren, falls sie nicht über eigenes verfügen. Als nächstes wir in den Gruppen, in welchen getaucht wird, ein Briefing gemacht. Der Tauchplatz, das Verhalten auf dem Boot und natürlich der geplante Tauchgang werden erläutert. Normalerweise werden zwei Tauchgänge nacheinander gemacht, deshalb wird häufig auch gleich der zweite Tauchgang besprochen. Danach kommt das wichtigste, das Tauchen. Normalerweise tauchen wir 45 Minuten, weil aber die Tauchplätze nicht sehr tief sind und die Luft gut reicht, machen wir häufig 60 Minuten draus. Zwischen den Tauchgängen wechseln wir die Flaschen und fahren zum zweiten Tauchplatz. Dort machen wir dann ebenfalls noch einmal 45 bis 60 Minuten. Wenn wir dann wieder zurück in der Tauchbasis sind, bringen wir das Equipment vom Boot und waschen es. Häufig ist am Nachmittag nicht viel zu tun, da die meisten Gäste lediglich am Morgen tauchen möchten. Normalerweise füllen wir die Tauchflaschen und lernen für unseren Tauchlehrerkurs oder relaxen. Es gibt ganz in der Nähe mehrere Korallenaufbereitungsprojekte. Wir konnten auch schon am Nachmittag die Korallen mit Tags versehen und ausmessen. Eine andere Nachmittagsbeschäftigung war auch schon ein Tauchplatz Clean-Up. Wir haben also all den Müll rausgeholt, was man von einem Boot aus so ins Meer schmeisst. Relativ regelmässig wird auch das Equipment für den Verleih überprüft, das wird ca. alle zwei Wochen gemacht. Um 17:00 Uhr wird der Laden geschlossen und wir haben Feierabend.

    Zu Beginn bin ich sehr wenig getaucht. Ich habe am Anfang weniger als einen Tauchgang pro Tag gemacht. Das hatte zwei Gründe, einerseits hatte ich bereits mehr als die 100 benötigten Tauchgänge um Tauchlehrer zu werden. Fast alle anderen Divemaster hatten diese noch nicht, deshalb tauchten die anderen mehr. Viele sind beim letzten Tauchlehrerkurs Instruktoren geworden und mussten den Kurs noch abarbeiten. Die Managerin hat lieber Tauchlehrer als Begleitung für die Gäste geschickt als Divemaster, da diese eine höhere Ausbildung absolviert haben. Letzte Woche sind jedoch drei dieser Tauchlehrer abgereist und die Situation hat sich komplett geändert. Die Basis hat jetzt nicht mehr Instruktoren im Überfluss. Die Verbleibenden sind mit Kursen beschäftigt. Da ich inzwischen auch die Tauchplätze hier kenne, komme ich nun oft zum Guiden. Ich begleite eigentlich täglich zertifizierte Taucher auf ihren Tauchgängen und tauche somit zwei bis drei Mal am Tag. Besondere Highlights sind die Ausflüge zu den etwas weiter entfernten Tauchplätzen und natürlich das St. George Wrack, welches ich diese Woche das erste Mal betauchen durfte. Ich hoffe die Arbeit geht so weiter und ich freue mich schon auf den Tauchlehrerkurs, welcher Mitte Februar beginnen wird.

    Hier noch ein paar Impressionen der Unterwasserwelt von Bayahibe:
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  2. M0rph

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    Danke für diesen zweiten Interessanten Teil!!
    Welche Kamera benutzt du?
     
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  3. Christoph

    Christoph Administrator Mitarbeiter

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    Ich benutze eine Lumix DMC FT3 mit einem Unterwassergehäuse. Die Kamera selber wäre Wasserdicht bis 12m und mit dem Gehäuse kann ich bis 40m mit der Kamera gehen.
     
  4. Nicolas

    Nicolas Administrator Mitarbeiter

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    Coole Berichte, bitte mehr davon! :)
     

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