Tauchunfall Hemmoor 02.10.11

Dieses Thema im Forum "Tauchunfälle" wurde erstellt von dagobert, 5. Oktober 2011.

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  1. dagobert

    dagobert Mitglied

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    Am vergangenen We gab`s ja mal wieder nen tötlichen Tauchunfall. Heute habe ich mit bekommen das die wohl auf 50m unterwegs waren und das mit Luft und ner mono Buddel und 2x Erste stufen. einer hatte die kanne wohl leer der andere 65bar.
    fals es so ist wie gehört frag ich mich langsam echt wie be... muss man sein um einen TG so durch zu führen.
    der tiefenrausch kann ja schon bei 30m eintreten. also kann ich es nicht wirklich verstehen das man dann auf tiefen über40m mit pressluft absteigen kann.
    Was ich auch irgendwie nicht nachvollziehen kann, das man den Leuten der ausbildung entsprechend nicht die Einstieg zuweisen kann tut um sollche Unfälle zu vermeiden.
    ich selbst kenne den see nicht von anderen taucher hört man aber ,das man dort auch ruhige TG`s in moderaten Tiefen absolvieren kann.
    Mir ist das irgendwie rätselhaft warum es immer tiefer und dunkler sein muss.
     
  2. Ralf Richter

    Ralf Richter divePIT Chefredakteur Mitarbeiter

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    So weit ich weiß sind es sogar 6 Taucher gewesen, die zusammen diesen TG bestritten haben. 2 sind konnten ordentlich auf steigen, 2 haben einen Notaufstieg gemacht und die letzten beiden sind leider erst am Sonntag gefunden worden.

    Der Kreidesee Hemmoor aber von seinen Auflagen und Anforderungen her schon sehr hoch. Du kannst Dir die Reglementierung hier mal anschauen. Demnach wird also wirklich und ernsthaft versucht zu reglementieren.
    Das verhindert natürlich nicht, das Taucher sich über diese Regeln hinweg setzen, was allerdings Mutmaßung ist, denn nach meinem stand ist bis jetzt nichts weiter bekannt, warum wieso weshalb.
     
  3. Balu

    Balu Mitglied

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  4. noxdoc

    noxdoc Neues Mitglied

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    Die Überschrift find ich ganz toll.....
    1.was nützt ihnen der Freispruch noch?
    2.Ist eine Reglervereisung (falls es wirklich so war) auf Monogeräten in 50m Tiefe im Kaltwasser freispruchwürdig?
    3.Auch wenn der Unfall technische Ursachen hat, sterben tut man meist durch schlechte Vorbereitung und falsche Reaktion auf diesen Fehler.
    Ich ärger mich, weil es mal wieder unnötige Lebensvergeudung in einem kalten finsteren Tümpel für nix ist...
     
  5. DolanDaNovo

    DolanDaNovo Neues Mitglied

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    Also ....
    1) Natürlich ist jeder tote Taucher tragisch und es wäre schön, wenn man jeden Unfall verhindern könnte, aber das ist und bleibt die Realität. Durchschnittlich ein Toter pro Jahr im Hemmoor is nicht mehr als z.B. am Attersee. Tödliche Unfälle passieren bei jeder Sportart.

    2) Die Leute, die dort tauchen sind (üblicherweise) erwachsen und machen das freiwillig. Das Zusperren von Seen bring überhaupt nichts; dann wird halt anderswo getaucht. Was man fördern sollte, ist eine hervorragende Ausbildung.

    3) Man kann durchaus mit einer Monoflasche (> 10L, besser > 12L) und zwei 1. Stufen auf 50 m gehen, vorausgesetzt die Ausrüstung ist geeignet, man ist geistig und körperlich geeignet, man ist an die Tiefe "gewöhnt" (man kann sich nämlich, was den Tiefenrausch betrifft, sehr wohl gewöhnen; beim O2 ist das was anderes) und ich kann meine beiden Ventile selber erreichen und abdrehen, denn dann ist ein Vereiser auch auf 50 m kein Drama.

    Man könnte hier eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von Pressluftauchgängen jenseits der 40 m vom Zaun brechen, was ich aber nicht machen werde, da es zu nichts führt. Wir sind alles erwachsene Leute und sollten uns der Riskien beim Tauchen bewusst sein.
     
  6. noxdoc

    noxdoc Neues Mitglied

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    Hab nicht behauptet dass man es verbieten sollte. Es gibt schon genug Einschränkungen und Sperren ( mündige und wirklich erwachsene Bürger bräuchten übrigens keine Verbote/Gesetze usw., aber ich weis, dass ist Fiktion :)

    Ausbildung kostet Geld, und wer viel Testosteron hat, braucht keine Ausbildung, der kann sowieso schon alles :( ( runter & wieder rauf, was ist da schwer? )

    Das bisschen Kribbeln in den Armen gehört doch dazu ( schon gehört ). -Besagter hat jetzt einen Querschnitt

    Mir wär lieber, wenn all die toten Taucher, Bergsteiger, etc. bei irgendetwas sterben würden, wovon wir auch etwas hätten (z.B.als Kugelfang bei Amokläufern oder bei Medikamententests, Erforschen unbekannter Planeten wäre noch besser ).
     
  7. Florian

    Florian Neues Mitglied

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    @ Dagobert

    Das ist doch alles nur Spekulation. Ich bin recht oft in Hemmoor, unter anderem am kommenden Wochenende.

    Vieleicht wollten die gar nicht auf 50 runter. Wenn Du am Einstieg 1 10m linksrum tauchst bist Du an der Abbruchkante, da geht es dann 50m runter (senkrecht) wenn du drüber wegtauchst und dann durchsackst.
    Am Einstieg 4 hinten ist auf 40m ein Bauwagen.Wenn Du den antauchst musst Du auch schon mal was von einem Kompass gehört haben um den Einstieg wiederzufinden.
    Einstieg 5 vorn am Eingang zum Park ist auch eine Steilwand,da geht es ebenfalls auf über 50m runter.Viele Leute tauchen die einfach in 15,20 oder 25m entlang.Wenn dann die Ausrüstung versagt findest Du dich schnell auf 50m wieder.

    Nicht jeder Unfall ist auf Leichtsinn zurückzuführen.

    @Rari

    Die Regeln werden da nicht nur gemacht, sie werden auch geprüft.
    Ich wurde selbst schon nach einem TG überprüft. Die wollen dann Deinen TC sehen und dein Brevet.Warst du zu tief fliegst du raus.
     
  8. DigitalKäse

    DigitalKäse Neues Mitglied

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    Erst mal ist es schlimm was da passiert ist. Für alle Betroffenen.

    Die Frage ist wie immer, ob bessere Ausrüstung, bessere Ausbildung oder gar noch härtere Regeln vor Ort so einen Unfall verhindert hätten.
    Wenn ich mir die Regeln in Hemmoor anschaue sind die schon recht streng, wie stark kontrolliert wird kann ich nicht sagen.
    Und ich glaube auch nicht, dass ein erfahrener Tauchleherer (einer der Verunglückten war anscheinend Tauchleherer) mit schlechter/unzureichender Ausrüstung und Vorbereitung in so einen See springt und sich so verschätzt, dass er unten bleibt.

    Hoffentlich können die 4 Überlebenden aus der Gruppe die Sache aufklären und somit durch die Unfallanalyse und die hoffentlich daraus gezogenen Schlüsse dazu beitrgen, dass so was in der Zukunft seltener passiert.
    Ganz vermeiden kann man dumme Unfälle leider in keinem Bereich des Lebens.
     
  9. habakuktib

    habakuktib Super Moderator Mitarbeiter

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    Wie Fragga schon schrieb zur Zeit alles wilde Spekulation!

    Nicht jeder Unfall ist auf Eigenverschulden oder schlechter Ausrüstung oder ungenügende Ausbildung zurückzuführen ...
    Manchmal einfach Verkettung unglücklicher Umstände!

    Auch nach diesen sehr bedauerlichen Todesfällen zählt der Kreidesee immer noch zu einem der sichersten Tauchgewässer, man sollte dabei immer bedenken wieviele Tausende von Tauchgängen dort stattfinden!

    Wenn ich höre das 6 Tauchern in 3 Teams gleichzeitig Probleme bekommen haben sollen, werde ich eher nachdenklich, und denke an andere Unfälle wo mehrere (unverschuldet) gleichzeitig zu schaden kamen ...Malediven: Tödlicher Tauchunfall durch verunreinigte Atemluft auf Nul
     
  10. Ralf Richter

    Ralf Richter divePIT Chefredakteur Mitarbeiter

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    Wir haben uns dazu entschlossen dieses Thema zu schließen aus Rücksicht auf die Angehörigen.

    Unser ganzes Mitgefühl und Beileid gilt den Angehörigen der verunfallten Taucher.
     
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