Wie sieht meine Pflicht als Buddy aus zu helfen

Dieses Thema im Forum "Tauchunfälle" wurde erstellt von dagobert, 11. September 2012.

  1. dagobert

    dagobert Mitglied

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    Keine ahnung wie du auf das kommst was du geschrieben hast Sorry aber ich schrieb:
    ich kann zwischen den zeilen leider nix lesen von bring dich selbst in gefahr. und ja das ist für mich nen anlass für eine diskussion weil du was hier hinein interpretieren möchtest was nicht geschrieben wurde. und wie soll man sich in gefahr bringen
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. September 2012
  2. espo

    espo Neues Mitglied

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    Naja da muss ich dir wiedersprechen dagobert du schreibst EXPLEZIT in der PFLICHT. So und wenn ich in der Pflicht bin etwas zu tun schließt das mit ein das ich etwas tun muss auch wenn ich mich damit selbst in Gefahr bringe.
    Ich denke es wurde UW alles getan um den Buddy zu beruhigen wenn dieser aber keinen kontrollierten Aufstieg zulässt, steht es ausser diskussion das der andere Taucher eben kontrolliert aufsteigt um dann helfen zu können und nicht mit nach oben schießt und somit sich und dadurch auch den Buddy in Gefahr bringt ... Weil zwei verunglückte Taucher sind sich leider keine so richtige hilfe mehr ....

    Just my 2 Cents ....
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. September 2012
  3. habakuktib

    habakuktib Super Moderator Mitarbeiter

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    Meine persönliche Ansicht ist:

    Natürlich bin ich in der besonderen Pflicht zu Helfen. Ich bilde zusammen mit meinem Buddy, ab dem Zeitpunkt wo wir gemeinsames Tauchen verabreden, eine Gefahrengemeinschaft.
    Ich muß natürlich soweit helfen wie es meine Fähigkeiten oder Kräfte erlauben unter Ausschluss von Eigengefährdung.
    Wobei dem erfahreneren oder höher breventierte Taucher (z.B. ausbildener TL) hierbei mehr Verantwortung (Garantenpflicht) trägt.

    Eine Pflicht zu helfen fordert aber nicht gleichzeitig seine eigene Gesundheit und Leben zu gefährden. Nicht anders ist es auch in Deutschland rechtlich geregelt!(s. "Unterlassene Hilfeleistung" §323c StGB)
    Ich bin mir sicher dass dies Dagobert so gemeint hat und nicht gefordert hat dass jemand sein Leben opfern sollte.

    Wir hängen uns hier an einem Wort ("Pflicht") auf und meinen doch eigentlich im Prinzip das Gleiche!:)
     
  4. dagobert

    dagobert Mitglied

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    [entfernt]
    wenn du als Bsp. an einem Autounfall vorbefährst und schön winke winke machst und weiter fährst mir egal. statt den verletzten zu helfen, dann nennt man das unterlassene hilfeleistung weil du nämlich von gesetzes wegen zur hilfe verpflichtet bist.
    und in dem falle würde es auch reichen nen notruf abzusetzen wenn du dich für mehr nicht in der lage siehst fühlst hauptsache etwas getan als wie augen zu weiter gehen/fahren lass die mal in ruhe verrecken. es behauptet dort auch keiner das du dich und dein leben in gefahr bringen solltst. genau das selbe gilt beim tauchen.

    und wenn ich deinen kommentar so lese hast du das buddysystem beim tauchen leider nicht verstanden.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. September 2012
  5. Ralf Richter

    Ralf Richter divePIT Chefredakteur Mitarbeiter

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    Den Satz verstehe ich nicht?

    Übrigens interpretiere ich nicht irgend etwas hinein. Dein Post könnte den Eindruck vermitteln, das ich als Buddy unter allen Umständen helfen muss.

    Es ist für mich wichtig, das - wie Michael bereits beschreibt - man sich nicht selbst in Gefahr bringt dabei. Gerade beim Tauchen. Ein Taucher der aus 20m hoch schießt kann ich erst in einer Zeit von ca. 4 Minuten erreichen wenn ich meinen Sicherheitsstop mache und noch später, wenn ich noch Deko habe.
    Und einen Taucher in Panik unter der Wasseroberfläche ist auch eine knifflige und für den Helfer gefährliche Situation, oder ?
     
  6. dagobert

    dagobert Mitglied

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    DSu sollst mir mal erklären wie man sich in gefahr bringen soll (dafür wäre die genannte ausgangspost eventuell auch hilfreich gewesen nämlich worum es ein gehend ginge).

    Aber nur wenn`s ums tauchen geht oder ??? nimm mal nen Autounfall wie weit gehtst du da bei der erste hilfe bzw lebenrettung ??? Bei Autounfall ist es selbstverständlich das ich mich nicht selber in gefahr bringe oder ??? für mich zu mindestens und das gilt für mich in allen lebenslagen auch beim tauchen ohne das man das explizit erwähnt.

    Da der sicherheitsstopp (5m 3 min) keine vorschrift ist sondern eine empfehlung kann ich den auch mal bei gegebener notwenigkeit ausser acht lassen (z.b. bewusstloser taucher). Deko ist wieder ne andere kiste da ist es nen muss.
    und wenn nen Taucher UW in panik gerät hat man wohl schon das ein oder andere ausser acht gelassen weil Panik ist wohl das letzte ergbniss von vorherigen ereignissen die missachtet wurden (Stress aus mehreren stufen).
    in dem eigentlichen fall ging es ja darum das ein Buddy an der oberfläche hing und neben den socken war. keiner geholfen hat bis der eigentliche buddy da war. und bei der situation frage ich mich wo bring ich mich in gefahr wenn ich mich dem jenigen nähere und erkundige was los ist man sollte halt solange man die situation nicht einschätzen kann nicht in die reichweite es jenigen kommen (Armlänge).
    Und wenn wir mal ehrlich sind so wie das ganze hier hin und her und kreuz und quer beleuchtet wird, sind wir wieder an der situation im see alle sehen was und keiner kümmert sich. so wie ich die dortige situation einschätze, hätte es wohl schon gereicht den jenigen anzusprechen und beruhigend drauf ein zu wirken. leider wurde in dem thread auch nicht näher auf die situation vor dem hoch schiessen eingegangen so das es alles reine spekulation ist.
     
  7. Nekton

    Nekton Mitglied

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    Ich versuch es mal auf den Punkt zu bringen - wenn es um Leben und Tod geht:
    keine Gefahr, ist helfen Pflicht
    überschaubare Gefahr, helfen ist Pfilcht
    reversible Schäden (leichte Verletzungen), helfen ist Pfilcht
    irreversible Schäden (schwere Verletzungen), kann man helfen
    Lebensgefahr, man muss nicht helfen

    Nach dem Motto: war mir zu eklig oder so, ist keine ausreichende Begründung!
     
  8. Ralf Richter

    Ralf Richter divePIT Chefredakteur Mitarbeiter

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    @Nekton: ergänzend: Im Rahmen seiner Mittel und Fähigkeiten

    @Dagobert: selbstredend beim Tauchen.
    Aber ja - du hast es schon richtig erkannt - ein Sicherheitsstop kann ausgelassen werden.
    Und Ja - es ging darum, das man sich der Situation annimmt und nicht nur beäugt.

    Es kann sein, das bereits im Vorfeld einige Entscheidungen getroffen wurden, die kontraproduktiv waren. Das ist im Moment aber nicht der Punkt - und nicht Teil der Diskusion. Es geht um den konkreten Notfall und nicht um den Weg dahin. Das füllt sicher noch einen eigenen Thread.

    Panik äussert sich ja auf verschiedene Art und Weisen - und es dem Buddy an zu merken, wenn sie sich anschleicht ist ja auch nicht einfach. Ganz zu schweigen, das der Buddy selbst diese als Gefahr wahrnehmen sollte.

    Wie genau bringe ich mich also dabei in Gefahr?
    Tja - jemand zu retten, der zu ertrinken droht oder keine Luft mehr hat und in Panik ist - den in den Griff zu bekommen wenn er diese Panik Aktiv auslebt.... ist schwer und gerfährlich.
    Vllt. reißt der Dir den Automaten aus dem Mund und schmeíßt seinen intakten weg,
    vllt. klammert er sich an der Oberfläche unvorbereitet an Dir fest ohne das Du bereits Auftrieb hast -- oder er/sie.
    Vllt. klammerst Du zu lange an einem nach oben schießenden Taucher um Ihn zu sichern und gehst dabei mit ab ....

    Wie viel Du Unterwasser und an der Oberfläche helfen kannst hängt also davon ab, wie viel Du Dir zu traust.
    Ein einfacher schrei nach Hilfe ans Ufer ist bereits - wie Du so schön richtig schreibst - die einfachste Form der Hilfe Leistung.

    Niemand von uns ist Supermann - und versprochen - ich habe schon viel und oft Erste-Hilfe geleistet - Du wirst nicht glauben, wie viele da in einen Schock fallen und nicht mehr zu handeln in der Lage sind, obwohl sie gleich neben dran sind. Erst wenn man ihnen dann eine konkrete Aufgabe gibt machen sie etwas.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2012
  9. dagobert

    dagobert Mitglied

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    Nun ja vor der Panik steht immer erst der Stress und den gilt es doch von anfang an entgegen zu wirken, um eine Panik zu vermeiden.
    Weil einen Taucher in panik ist nicht mehr händelbar. ergo ist es immer wichtig die Panik im vorfeld zu vermeiden.
    Ist erst mal Panik ausgebrochen und er lässt sich nicht mehr beruhigen (handzeichen, blick kontakt) heisst es für den in panik geratenen nur noch gute reise. Dann kann man nicht mehr wirklich helfen. Da dieser nur 1 ziel hat an die oberfläche zugelangen und das um jeden preis weil da kann er ja bekanntlich atmen.
     
  10. Nekton

    Nekton Mitglied

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    Wenn man keine Dekotauchgänge gemacht hat, muss man zügig Aufsteigen (10 M/Min) - im Falle eines schweren Unfalls unter Wasser.
    In der Regel hat dass nur leichte und reversible DCS. Im Zweifel geht man eh mit ins Krankenhaus/Dekokammer - wenn auch nur zur Beobachtung.

    Für solche Fälle hab ich Sauerstoff an Land - aber zum Glück nie benötigt.
     

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